Die Unternehmensgruppe Borgward war in den Nachkriegsjahren bis 1961 der größte Industriebetrieb Bremens und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Norddeutschland. Zeitweise arbeiteten dort mehr als 20 000 Beschäftigte in drei Fahrzeugfabriken (Borgward/Goliath/Lloyd). Im Ganzen wurden unter Borgwards Regie rund eine Million Fahrzeuge produziert – vom Hansa Konsul im Jahre 1931 bis zu den technisch innovativen und gestalterisch gelungenen Borgward Isabella- und P 100-Modellen (1954 und 1959).
So erfolgreich Borgward in seinen Geschäftsideen war, so wenig wollte er wirtschaftliche Abhängigkeiten eingehen. Zudem entschied er gern autokratisch. Einem Absatzrückgang Anfang der 1960er-Jahre konnte er jedoch aus eigener Kraft nicht mehr begegnen – seine unternehmerische Karriere endete im Februar 1961. Die danach staatlich weitergeführten Unternehmen schlossen bereits im Sommer 1961 für immer die Tore.